Zahngesundheit bei Kleinsäugern – wenn Kaninchen & Co. nicht mehr fressen

Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchillas, Degus und Ratten zählen zu den Kleinsäugern – und ihre Zähne wachsen zeitlebens nach. Klingt praktisch, ist aber auch eine häufige Quelle von Erkrankungen: Wenn Zähne nicht gleichmäßig abgerieben werden, entstehen Fehlstellungen, Hakenzähne oder scharfe Kanten, die Zunge und Wangenschleimhaut verletzen.

Typische Anzeichen für Zahnprobleme

Appetitlosigkeit oder verändertes Fressverhalten (nur noch weiches Futter)
Gewichtsverlust trotz scheinbar normaler Futteraufnahme
Vermehrter Speichelfluss oder nasses Kinn (‚Wet Dewlap‘)
Aufgedunsener Bauch, Blähungen oder Verdauungsprobleme
Tränenfluss oder Augenausfluss (Zahnwurzeln liegen nah an den Tränenkanälen)

Ursachen und Behandlung

Häufige Ursachen sind eine einseitige Ernährung mit zu wenig Raufutter, Erbanlage oder alte Verletzungen. Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung und bei Bedarf durch Röntgenaufnahmen der Kiefer. Die Zahnbehandlung beim Kleinsäuger erfordert eine kurze Narkose – sie ist schonend und bei uns routiniert durchgeführt.

Raufutter wie Heu ist die wichtigste Prävention: Es sorgt für den natürlichen Zahnabrieb und sollte den Großteil der Ration ausmachen.

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