1. September 2026

Zoonosen & Leptospirose – wenn Krankheiten zwischen Tier und Mensch übertragen werden

Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können – in beide Richtungen. Wer mit Hunden, Katzen oder anderen Haustieren lebt, hat in der Regel kein erhöhtes Gesundheitsrisiko, sollte aber wissen, welche Erreger relevant sind und wie man sich schützt.

Wichtige Zoonosen im Überblick

Leptospirose: bakterielle Erkrankung, übertragen über den Urin infizierter Tiere (Ratten, Hunde) – Kontakt mit Pfützen oder Gewässern erhöht das Risiko
Toxoplasmose: Katzenkot als Übertragungsweg, besonders relevant in der Schwangerschaft
Campylobacter & Salmonellen: durch Kontakt mit rohem Tierfutter oder erkrankten Tieren
Ringelflechte (Dermatophytose): Pilzerkrankung, übertragbar von Katzen und Hunden auf die Haut
Borreliose: über Zecken, die sowohl Tiere als auch Menschen befallen

Leptospirose – unterschätzte Gefahr für Hunde

Die Leptospirose ist eine der wichtigsten durch Tiere übertragbaren Infektionskrankheiten in Bayern. Hunde infizieren sich häufig durch Kontakt mit stehenden Gewässern, Pfützen oder feuchtem Erdreich, das mit dem Urin infizierter Nagetiere verunreinigt ist. Der Verlauf kann von milden Symptomen bis zu schwerem Nieren- und Leberversagen reichen.

Wichtig: Gegen Leptospirose gibt es eine wirksame Impfung für Hunde – sie ist Teil des jährlichen Grundschutzes und wird von uns ausdrücklich empfohlen.

Hinweis: Hygiene im Alltag schützt: Hände waschen nach Tierkontakt, kein rohes Fleisch verfüttern ohne Beratung, Katzenstreu täglich wechseln.

Impfschutz überprüfen oder Fragen zu Zoonosen? Wir beraten Sie gerne – Termin vereinbaren