1. August 2026
Entwurmen – wann, wie oft und warum es wirklich wichtig ist

Endoparasiten – also Parasiten, die im Inneren des Tieres leben – sind weit verbreitet und werden oft unterschätzt. Würmer wie Spulwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer und Bandwürmer können Hunde und Katzen befallen, ohne dass äußerlich etwas auffällt. Dennoch schaden sie dem Tier und stellen in einigen Fällen auch ein Risiko für den Menschen dar.
Welche Wurmarten kommen vor?
Spulwürmer: häufigste Wurmart, werden über die Muttermilch übertragen, auch für Kinder relevant
Hakenwürmer: saugen Blut, können Blutarmut verursachen
Peitschenwürmer: im Dickdarm, oft symptomarmer Verlauf
Bandwürmer: häufig über Flöhe oder rohes Fleisch übertragen
Herzwurm (Dirofilaria): in Risikogebieten Südeuropas – Prophylaxe wichtig bei Reisen
Lungenwurm (Angiostrongylus): über Schnecken übertragen, zunehmend in Bayern nachgewiesen
Wie häufig entwurmen?
Die empfohlene Häufigkeit richtet sich nach Lebensweise, Umgebung und individuellem Risiko (Leitlinien der ESCCAP). Als Orientierung gilt: Katzen mit Freigang und Hunde, die regelmäßig Aas oder rohes Fleisch fressen, sollten häufiger behandelt werden als reine Wohnungstiere. Kotuntersuchungen bieten eine sinnvolle Grundlage für eine gezielte, bedarfsgerechte Entwurmung.
Wichtig: Ohne Diagnose einfach entwurmen kann sinnvoll sein – aber eine regelmäßige Kotuntersuchung ist präziser und schont das Tier vor unnötiger Medikamentengabe.
Wichtig: Kinder und immungeschwächte Personen im Haushalt? Dann ist eine konsequente Entwurmungsstrategie besonders relevant.



