1. Juli 2026

Ohrenentzündung bei Hund & Katze – häufig, schmerzhaft, gut zu behandeln

Die Ohrenentzündung (Otitis externa) gehört zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der Tierarztpraxis. Sie betrifft den äußeren Gehörgang und kann – unbehandelt – auf das Mittel- und Innenohr übergreifen. Hunde mit langen Hängeohren (Dackel, Spaniel, Labrador) oder viel Fell im Ohr sind besonders anfällig, aber auch Katzen erkranken regelmäßig.

Typische Anzeichen

Häufiges Kratzen am Ohr oder Reiben des Kopfes am Boden
Kopfschütteln oder Kopfschiefhalten
Dunkler, krümeliger oder übelriechender Ohrausfluss
Rötung, Schwellung oder Wärme des Ohrkanals
Schmerz beim Berühren des Ohres – das Tier weicht zurück

Ursachen – es steckt fast immer mehr dahinter

Ohrenentzündungen entstehen selten aus dem Nichts. Häufige Auslöser sind Ohrenmilben (besonders bei Katzen), Bakterien oder Hefepilze – oft als Folge von Feuchtigkeit im Ohr nach dem Baden, Allergien, Fremdkörpern oder anatomischen Besonderheiten. Eine gründliche Untersuchung ist nötig, um die Ursache zu identifizieren und die richtige Therapie einzuleiten.

Eigenmächtige Behandlung mit Ohrentropfen ohne Diagnose kann die Situation verschlechtern: Einige Präparate dürfen nicht eingesetzt werden, wenn das Trommelfell nicht intakt ist.

Kratzen, Kopfschütteln, Geruch? Bitte zeitnah untersuchen lassen – Termin vereinbaren